Quitte

Quitte

Die echte Quitte ist ein attraktives Obstgehölz, gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae) und zur Unterfamilie der Kernobstgewächse.

Die Quitte wächst ursprünglich strauchförmig und stammt aus dem mittleren Kaukasus, wo sie bereits seit über 4000 Jahren nachweislich bekannt ist. Sie liebt die Wärme und wird hierzulande bevorzugt an sonnigen Weinberghängen angepflanzt. Als veredelter, kultivierter Obst- und Gartenbaum verfügt die Quitte über einen kurzen Stamm und wird durchschnittlich sechs Meter hoch. Saftig-güne ovale Blätter, hübsche großblättrige Frühjahrsblüten (weiß bis rosa), kräftige, samtig-gelbe Früchte sowie die grau-lilafarbene, glatte Borke machen das Bäumchen für Gartenanlagen interessant. Der Quittenbaum wirft sein Laub im Herbst ab, das zu diesem Zeitpunkt in wunderschönen orangefarbenen bis rostroten Schattierungen glänzt.

Die Früchte der Quitte werden auch “Honigapfel” genannt, sind jedoch nur gekocht essbar. Aus ihnen wird Quittengelee und -konfitüre hergestellt, in Asien auch Konfekt. Aufgrund des intensiven Pektingehaltes ist kein zusätzliches Bindemittel notwendig. Die Kerne enthalten Schleimstoffe und Öl, die als Tee aufgebrüht gegen Erkältungen und Gicht helfen. Die Quitte wird wegen ihrer unterschiedlichen Fruchtformen in Birnenquitte und Apfelquitte untergliedert. Seit dem Altertum gilt die Quitte als Paradisgewächs, ihre Apfel-Früchte als Fruchtbarkeitssymbol. Deutschlandweit sind erwerbsmäßige Anbaugebiete selten, da das Klima hierzulande nicht mild genug ist. Private Anpflanzungen für die Fruchtgewinnung sind in Baden-Württemberg und im Rheinland erfolgversprechend. Wildwachsende Formen finden sich vor allem an Feldrainen, die Früchte wilder Quitten fallen kleiner aus.

Anbau und Pflege der Quitte

Das Ziehen aus den Samen gelingt privat nur sehr selten, die Vermehrung aus Stecklingen gestaltet sich ebenfalls schwierig. Ein Versuch, Schösslinge aus den Samen zu ziehen, lohnt sich dennoch. Die im Frühjahr im Handel oder in Baumschulen erhältlichen Jungpflanzen sind durch Aufpfropfen entstanden und können sofort ausgepflanzt werden. Der Obstbaum sollte einzeln stehen und nicht von anderen Bäumen beschattet werden. Die ersten Früchte trägt die Quitte etwa nach vier bis acht Jahren. Bis dahin benötigt sie sorgfältige Pflege, viel Sonne, mäßig Dünger und Wasser. Im ersten Wuchsjahr wird die Quitte in Ruhe gelassen, danach muss alljährlich nach der Blüte ein Obstschnitt erfolgen. Hierbei wird großzügig “ausgelichtet”, so dass die verbleibenden Äste viel Licht und Luft abbekommen. Je luftiger der Bewuchs, umso gehaltvoller und vitaminreicher werden die Früchte.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Quitte
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Cydonia oblonga
  • Pflanzenfamilie: Rosengewächse
  • Lateinische Bezeichnung der Familie: Rosaceae
  • Quitte Blüten:
  • Quitte Blätter:
  • Quitte Stengel/Stamm:
  • Quitte Standort:
  • Quitte Schädlinge:
  • Giftig:
  • Heilwirkung:
  • Anwendung: