Quecke

Quecke

Die Quecke (auch: Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke) ist ein zähes, bodennahes und mehrjähriges Kraut aus der Familie der Süßgräser.

Die Quecke wächst nahezu weltweit (vor allem auf der nördlichen Erdhalbkugel) büschelig auf Wiesen, Weiden und Feldrainen und ist absolut anspruchlos. Einzelne Halme der Kriech-Quecke erreichen Wuchshöhen bis zu 120 cm. Ihre Ausläufer (Triebe) kriechen über den Boden und bilden variable Teppiche. Bei Kleingärtnern ist die Kriech-Quecke nicht gern gesehen, da die Pflanze den Rasen verkrautet und nur schwer zu entfernen ist, wenn sie einmal verwurzelt ist. Die robusten Wurzeln reichen bei nährstoffreichen Böden bis in 90 Zentimeter Tiefe. Gartenbesitzer und vor allem Ackerbauer empfinden die Kriech-Quecke als DAS Unkraut schlechthin. Nutztierhalter jedoch schätzen die Quecke als wertvolles und gehaltvolles Futtermittel. Eine Heuwiese kann durch eine Anreicherung mit Queckenpflanzen nur gewinnen.

Die Quecke als Futterquelle und Arznei

Quecken sind wegen ihres grasartigen, unkrautähnlichen Aussehens nicht als Zierpflanzen geeignet. Erst die zweijährige Pflanze blüht und bildet in ihren schlanken, leicht begrannten Ähren die Samen aus. In den Sommermonaten sind Queckensamen das Hauptfutter für unsere heimischen Finken. Die Blätter dienen Schmetterlingsraupen als Futterquelle. Auch Feld- und Waldmäuse fressen die Samen gern. Wenn also viele dieser Pflanzen auf einem Grundstück/einer Heuwiese gedeihen, gibt es dort auch zahlreiche Mäuse. Die Quecke ausschließlich als Unkraut zu betrachten, würde der Pflanze jedoch nicht gerecht werden, denn es steckt viel mehr in ihrem unscheinbaren Naturell. Blätter und Wurzeln werden als blutreinigende Arznei verwendet und sollen gegen Nieren- und Menstruationsbeschwerden helfen. Nachgewiesen sind Zucker, Kieselsäure, Vitamin C und Karotin, sowie geringe Mengen an ätherischen, schleimlösenden Ölen. In Russland werden Queckenpflanzen als Nahrungsmittel (Mehl-/Kaffee-Ersatz und im Salat)verwendet.

Anbau und Pflege der Quecke

Die Quecke mag überweidete Wiesen, Äcker und stickstoffreiche Böden. Wo die Pflanze wächst, ist der Boden gut. Sie kommt von ganz allein und gilt als sogenannte Pionierpflanze. Als anspruchsloses Gras wächst die Quecke jedoch überall, wo sich Erde befindet. Wenn die Pflanze nicht als Nutz- oder Arzneipflanze angebaut werden soll, muss sie auch nicht gedüngt werden. Queckensamen gibt es nicht einzeln zu kaufen, sondern nur als Beimischung für Böschungssaaten. Mit ihren lang- und breitwurzeligen Rhizomen sorgt die Kriechquecke für eine gute Bodenverfestigung. Die Wurzeln können auch ausgraben oder der Queckensamen von Streuwiesen verwendet werden. Es reicht bereits ein winziges Stück Rhizom, um die Quecke treiben zu lassen. Das ist auch der Grund, weswegen die Kriech-Quecke als hartnäckiges Unkraut gefürchtet ist. Wenn Sie die Pflanze irgendwann nicht mehr mögen, haben Sie schlechte Karten.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Quecke
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Agropyron repens
  • Pflanzenfamilie: Süßgräser
  • Lateinische Bezeichnung der Familie:
  • Quecke Blüten:
  • Quecke Blätter:
  • Quecke Stengel/Stamm:
  • Quecke Standort:
  • Quecke Schädlinge:
  • Giftig:
  • Heilwirkung:
  • Anwendung: