Olivenbaum

Olivenbaum

Der Olivenbaum (oder Ölbaum) wurde bereits vier Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung kultiviert und als Nutzpflanze angebaut. Der Olivenbaum kann mehrere hundert Jahre alt werden und wächst sehr langsam. Der Ölbaum ist das Wahrzeichen von Italien. So wie bei uns die Eiche als typisch deutsch gilt, zählt der Olivenbaum als typisch italienisch. Tatsächlich kommt die wild wachsende Olive auch in der Türkei, im Nahen Osten und in Südafrika vor. Aus den Früchten des Olivenbaums wird das wertvolle Olivenöl gewonnen, dem lebensverlängernde Eigenschaften zugesprochen werden. Entkernte, gefüllte und eingelegte Früchte werden als Antipasti und Snack gegessen.

Der Olivenbaum braucht Sonne

In Deutschland wird der hübsche, immergrüne Baum gern als Garten- oder Parkbepflanzung genutzt. Nur im subtropischen Raum entwickelt er verwertbare Früchte. Als junger Baum sieht der Olivenbaum eher zart und unscheinbar aus. Erst im Alter entwickelt er seine charakteristische, knorrige Form mit weit verzweigten, krummen Ästen. Die Blätter des Olivenbaums sind länglich, schmal und fest, an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite leicht schuppig und silbrig. In den Anbaugebieten (Olivenhainen) werden Olivenbäume regelmäßig beschnitten, um den Ertrag zu erhöhen. Dadurch bleiben sie kleiner und werden noch knorriger. Unbeschnitten soll ein Olivenbaum Wuchshöhen von bis zu 20 Meter erreichen. Zehn Meter sind in unseren Breiten wahrscheinlicher.

Anbau und Pflege

Wer sich kein eigenes Olivenbäumchen leisten kann oder keine Zeit hat, ihm beim Wachsen zuzusehen, kann eine Patenschaft in Italien übernehmen. Als Dank liefern die Oliven-Bauern jährlich zwei Liter feinstes Olivenöl und man kann “seinen” Baum natürlich besuchen. Informationen gibt es im Internet, Stichwort: “Olivenbaum Patenschaft”. Die Kerne eingelegter Oliven eignen sich nicht zum Keimen. Am besten kaufen interessierte Hobbygärtner ihren Olivenbaum als Setzling im Gartencenter. Dann ist er bereits zwei bis drei Jahre alt und nicht mehr frostempfindlich. Dennoch sollte der Topf im Winter frostsicher gestellt werden und mit dem Auspflanzen noch ein paar Jahre gewartet werden. Wer mag, kann versuchen, aus frischen und reifen Oliven aus dem Urlaub sein Bäumchen zu ziehen. Auch Stecklinge wurzeln. Dazu wird ein frischer Trieb kurz unter dem Auge abgeschnitten und mit Folie abgedeckt in einen Topf mit Sandgemisch gesteckt. Die Olive benötigt sehr viel Sonne, wenig Wasser und gelegentlich etwas Flüssigdünger. Der Wurzelballen sollte nur mäßig feucht sein.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Olivenbaum
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Olea europaea
  • Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse
  • Lateinische Bezeichnung der Familie: Oleaceae
  • Olivenbaum Blüten: klein, unscheinbar, weiß
  • Olivenbaum Blätter: schmal, lanzettenartig
  • Olivenbaum Stengel/Stamm: graubraun, knorrig
  • Olivenbaum Standort: sonnig
  • Olivenbaum Schädlinge: Schildlaus, Blattlaus, Olivenfliege
  • Giftig: nein
  • Heilwirkung: Olivenöl
  • Anwendung: Nutzpflanze, Zierpflanze