Meerrettich

Meerrettich

Die Meerrettichpflanze (Familie der Kreuzblütengewächse) stammt ursprünglich aus dem osteuropäischen und slawischen Raum, nahe der Wolga. In Deutschland wird Meerrettich als Kulturpflanze seit Karl dem Großen (12. Jahrhundert) angebaut. Als Wildform wächst die Pflanze auf feuchten Wiesen und an Flussufern heute noch vermehrt in Russland. Verwendet wird die Wurzel der Pflanze, deren Fleisch weiß und faserig und als Erntegut maximal zwillingswurzelig sein soll.

Vorkommen und Verwendung von Meerettich

Anbauzentren in Deutschland befinden sich im Spreewald, in Baden und in Franken. In Baiersdorf gibt es ein Meerrettichmuseum. Meerrettich hat als Heil- und Gewürzpflanze eine große Bedeutung und wird frisch, gerieben oder in Pulverform angeboten. Meerrettich-Extrakte finden in der Medizin Verwendung zur Behandlung bei Muskelentzündungen oder als Ergänzungspräparate gegen Erkältungskrankheiten. Die Wurzeln lassen sich ganzjährig kühl lagern, wenn sie in feuchten Sand eingelegt werden.

Anbau und Ernte der Meerrettichpflanze

Die Meerrettichpflanze wächst als bis zu 1,50 Meter hohe Staude in sandig-lehmigen Böden. Sie bildet kleine, gut riechende weiße Blütendolden. Meerrettich ist ein frosthartes Gemüse und wird ab Anfang März gepflanzt, ein zweites Mal im Herbst. Die Seitenwurzeln (Fechser) der Mutterpflanze werden im Abstand von 25 Zentimetern schräg in den vorgestochenen Boden eingebracht und leicht mit Erde bedeckt. Eine Stickstoff-Düngung ist nicht notwendig, sinnvoller ist eine organische Düngung (Mist, Kompost), da die Wurzeln empfindlich gegen Salze reagieren.

Zwei Wochen vor oder nach dem Pflanzen darf gedüngt werden. Nach etwa drei Wochen zeigen sich erste Blattspitzen. Erntereif ist der Meerrettich nach drei bis vier Monaten, wenn die Blätter welken. Nach zwei Monaten sollen die Seitenwurzeln entfernt werden. Im Hausgarten kann der Meerrettich, um besonders kräftige Wurzeln zu erhalten, länger im Boden bleiben und erst im Folgejahr geerntet werden. Eine Ernteverzögerung verursacht keinerlei Geschmacksveränderungen.

Geerntet werden die bis zu 60 Zentimeter langen Wurzeln im Frühjahr und im Herbst und finden sich dann auch wieder öfters in der Gemüsekiste wieder Frisch gerieben entfaltet Meerrettich am besten sein würziges Aroma und ist vor allem bei Würstchen und gekochtem Rindfleisch (Tafelspitz) beliebt. Ein Verwandter des herkömmlichen Tafelmeerrettichs ist der japanische, äußerst scharf schmeckende, grüne Wasabi, der hierzulande nur in Pulverform erhältlich ist.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Meerrettich
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Armoracia rusticana
  • Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse
  • Lateinische Bezeichnung der Familie: Brassicaceae
  • Meerrettich Blüten:
  • Meerrettich Blätter:
  • Meerrettich Stengel/Stamm:
  • Meerrettich Standort:
  • Meerrettich Schädlinge:
  • Giftig:
  • Heilwirkung:
  • Anwendung: