Jasmin

Jasmin

Echter Jasmin gehört zu den sommergrünen, schnell wachsenden Klettergehölzen und fällt durch seine dekorativen, büschelförmig angeordneten weißen Blüten auf, die einen aromatisch lieblichen Duft verströmen. Aus den Blüten wird ein Duftöl gewonnen, das bei der Herstellung von Parfüm und Kosmetik Verwendung findet, aber auch als Aromastoff in Lebensmitteln (Tee, Limonade, Reis). Der dekorative Kletterstrauch gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae), ist ursprünglich im Himalaja und im Südwesten Chinas beheimatet, wurde bereits im 16. Jahrhundert in Europa eingebürgert und ist hier vor allem als Zierstrauch und Spalierpflanze beliebt.

In Südeuropa wird der Jasmin großflächig angebaut, um das aromatische Jasminöl zu gewinnen. Als frei stehender Strauch kann der Jasmin nicht seine volle Pracht entfalten und wächst in die Breite. Die kletterfreudige Pflanze benötigt dringend Kletterhilfen in Form von Spalieren oder einer Mauer. Dann legt das Gewächs mehrere Meter jährlich an Länge zu und stellt ein echtes Schmuckstück für jeden Gartenfreund dar. Nicht jede Pflanze wirft ihre Blätter ab, einige im Handel erhältliche, kultivierte Jasminsorten sind immergrün.

Anbau und Pflege

Jasmin ist ein sehr robustes Gewächs und bedingt winterfest. Kurzzeitige Temperaturabfälle bis minus 15 Grad Celsius verkraftet die Pflanze ohne Probleme. Selbst erfrorene Stängel treiben im Frühjahr wieder aus. Dennoch wird bei Freilandhaltung ein Winterschutz empfohlen (Anhäufen der Wurzelstöcke mit Stroh oder Substrat). Kübelpflanzen überwintern am besten im Keller bei Temperaturen um zehn Grad Celsius. Jasmin ist unkompliziert und wächst auf allen Böden gut, am meisten mag er jedoch nährstoffreichen lehm- bis sandhaltigen sowie kiesigen Untergrund und sehr viel Sonne. Im Sommer und bei Trockenheit mäßig gießen.

Wird Jasmin in seiner Jugend als Kübelpflanze gehalten, ist auf Staunässe zu achten. Zu viel Nässe verträgt die Pflanze nicht, dann fangen die Wurzeln an zu faulen. Ende Februar/Anfang März, kurz vorm Austrieb, wird großzügig zurückgeschnitten. Das ganze Jahr über auslichten und zu lange Stängel abschneiden, sonst leidet die Blütenvielfalt. Vermehren lässt sich Jasmin leicht durch Stecklinge – abgeschnittene Triebe wurzeln schnell. Mehrere Tage kurz anwässern und dann in normale Blumenerde stecken.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Jasmin
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Jasminum officinale
  • Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse
  • Lateinische Bezeichnung der Familie: Oleaceae
  • Jasmin Blüten: weiß, büschelförmig, 2,5 Zentimeter breit (Juni - September)
  • Jasmin Blätter: dunkelgrün, fächerig, bis 6 Zentimeter
  • Jasmin Stengel/Stamm: vierkantig, grün bis braun
  • Jasmin Standort: sonnig
  • Jasmin Schädlinge: Blattläuse
  • Giftig: Früchte ungeniesbar
  • Heilwirkung: Aromatherapie
  • Anwendung: Öl, Tee