Ingwer

Ingwer

Die Ingwerpflanze (Ingwerwurzel) ist eine schilfartige, einstängelige Pflanze, die zur Familie der “Einkeimblättrigen” gehört und Wuchshöhen bis 100 Zentimeter erreicht. Ingwer wird als Gewürz und Arznei weltweit verwendet und ist in Deutschland seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Ursprünglich stammt die Ingwerpflanze aus tropischen und subtropischen Gebieten, wo sie auch heute noch im großen Stil angebaut wird. Größte Anbauländer sind Indien, Nigeria und China, wobei nur China exportiert, während die anderen Länder Ingwer für den Eigenbedarf nutzen. Hierzulande finden wir Ingwer hauptsächlich als reife Würzknollen frisch im Handel.

Als Zierpflanze wird Ingwer wegen seines unscheinbaren Äußeren kaum genutzt, lässt sich aber problemlos aus den Wurzelknollen ziehen. Junge Ingwerknollen (grüner Ingwer) werden in Asien als Gemüse, Salatbeilage sowie als Hustenmittel genutzt und sind längst nicht so scharf wie die reifen Knollen. Bekannt sind in Essig eingelegte Ingwerscheiben als Beilage zu Sushi. Der Trieb der Ingwerpflanze finden keine Verwendung. Der Geruch der Pflanze wird als frisch aromatisch bezeichnet, die reifen Wurzeln schmecken scharf und verursachen ein lang anhaltendes sanftes Brennen. Ingwer ist auch als Pfefferersatz bekannt. Durch die entzündungshemmenden und antibakteriellen Inhaltsstoffe wird die frische Knolle seit jeher als Heilmittel verwendet. Innerlich angewendet sorgt Gingerol für eine gute Verdauung und lindert Übelkeit. Äußerlich fördert der Saft die Wundheilung. Als Geschmacksträger wird Ingwer (englisch Ginger) limonadenhaltigen Getränken beigefügt.

Anbau und Ernte

Sie können die Ingwerpflanze im Garten oder im Gewächshaus anbauen. Das Ansetzen funktioniert problemlos zu Hause auf dem Fensterbrett. Dazu nutzen Sie die im Handel erhältlichen Knollen (Rhizome). Aus einer Knolle können Sie mehrere Setzlinge gewinnen. Hierfür wird die Knolle in etwa fünf Zentimeter dicke Stücke geschnitten, welche mit der Schnittfläche nach unten und einzeln in Pflanztöpfe mit ganz normaler Blumenerde ohne Düngung eingesetzt werden. Bei mäßiger Feuchte sehen Sie in wenigen Tagen bereits erste Triebe. Nach drei bis vier Wochen können Sie die Pflanze ins Freie setzen. Bedenken Sie, dass Ingwer nicht frosthart ist. Das Aussetzen wird nicht vor Mitte März empfohlen.

Die Ingwerpflanze bildet unter der Erdoberfläche ein kreisförmiges Wurzelgeflecht aus dem die Stängel mit dem Blütenstand wachsen. Eine Pflanze benötigt etwa einen halben Quadratmeter Platz, reichlich Feuchtigkeit und viel Wärme. Nach acht Monaten ist der junge Ingwer erntefähig, sofern Sie ihn als Gemüse nutzen wollen. Erst nach zehn Monaten ist die Ingwerknolle vollständig ausgereift. Sie erkennen den Reifegrad an der Gelbfärbung der Blätter. Getrocknete Ingwerknollen gewinnen an Schärfe, frische Knollen lassen sich einige Wochen in feuchtem Sand lagern. Die Ingwerpflanze selbst kann überwintern, indem sie ohne Wasserzufuhr an einen kühlen, dunklen Ort gestellt wird. Für diesen Fall dürfen Sie die Knollen natürlich nicht vollständig entfernen. Frischer Ingwer lässt sich am besten direkt ernten, indem sie ein Stück Wurzelknolle aus der Erde entnehmen. Das schadet der Pflanze nicht. Im Frühjahr darf die Ingwerpflanze wieder ins Freie und der Zyklus beginnt von vorn.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Ingwer
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Zingiber officinale
  • Pflanzenfamilie:
  • Lateinische Bezeichnung der Familie:
  • Ingwer Blüten:
  • Ingwer Blätter:
  • Ingwer Stengel/Stamm:
  • Ingwer Standort:
  • Ingwer Schädlinge:
  • Giftig:
  • Heilwirkung:
  • Anwendung: