Christrose

Christrose

Die Christrose zählt zu den Königinnen der Winterblüher. Der frische Pflanzensaft verursacht, wie bei allen Hahnenfußgewächsen, leichte bis starke Hautreizungen. Trotzdem verzaubert die Pfingstrose Gartenliebhaber mit ihren großen weißen Blütenblättern. Diese duften zart und regen zum Niesen an. Die Wurzeln wurden früher zu Niespulver verarbeitet. Die üppige, immergrüne Staudenpflanze wird regional Schnee- oder Lenzrose genannt. Die Blütendolden der Christrose sprießen bereits ab Dezember. Oft sind die dunkelgrünen, ledrigen Blätter noch im Schnee verborgen, während sich die Blütenhalme der Wintersonne entgegenrecken und bis 30 Zentimeter hoch wachsen.

Ihre Wildform ist in Südostasien beheimatet. Die Christrose wanderte jedoch bereits vor 20.000 Jahren mit der letzten Eiszeit selbstständig nach Europa ein. Kultivierte Weihnachts-Christrosen (daher der Name Christrose) gehören zu den zeitig blühenden Sorten und werden ab Herbst im Pflanztopf angeboten. Christrosen sind untypische Zimmerpflanzen und sollten als solche nie unbeaufsichtigt Kindern oder Haustieren zugänglich sein. Kommt die Blume in Heuwiesen vor, muss sie herausgelesen werden, denn auch im getrockneten Zustand ist sie giftig und darf nicht verfüttert werden. Unfälle und Vergiftungen sind dennoch äußerst selten.

Anbau und Pflege

Die wunderschöne Christrose ist robust und pflegeleicht. Am wohlsten fühlt sie sich im Freien, in der Nähe von Bäumen und kommt dort in Gruppen am besten zur Geltung. Nach der Blütezeit schmückt ihr üppiges Blattwerk als Bodendecker den Garten. Die Christrose ist mehrjährig, wurzelt sehr tief und gedeiht am besten, wenn sie komplett in Ruhe gelassen und nur gelegentlich mit Kompost bedeckt wird. Blüten und Blätter sind frosthart, im Sommer verträgt die Pfingstrose selbst größte Hitze. Nur bei lang anhaltenden Trockenperioden muss Wasser zugeführt werden. Wird die Pflanze als Eingangs- oder Balkonschmuck im Kübel gehalten, muss dieser ausreichend tief sein. Zu viel Nässe ist zu vermeiden. Die Pfingstrose vermehrt sich beständig und ausdauernd durch Rhizome und bildet ansehnliche, großflächige Stauden auf der Oberfläche.

Daten und Fakten

  • Pflanzenart: Christrose
  • Lateinische Bezeichnung der Pflanze: Helleborus niger
  • Pflanzenfamilie: Hahnenfussgewächse
  • Lateinische Bezeichnung der Familie: Ranunculaceae
  • Christrose Blüten: weiß, büschelförmig, (Dezember - März)
  • Christrose Blätter: dunkelgrün, ledrig, üppig
  • Christrose Stengel/Stamm: lang, hohl, milchhaltig
  • Christrose Standort: Halbschatten
  • Christrose Schädlinge: keine
  • Giftig: ja
  • Heilwirkung: Niespulver
  • Anwendung: Zierpflanze, Bodendecker