Blaukorn

Blaukorn ist ein Volldünger, der für viele Kulturpflanzen als wichtiger Nährstofflieferant fungieren kann. Blaukorn enthält nämlich viele Spurenelemente, darunter Stickstoff, Kalium und Phosphor. Es ist ein rein mineralischer Dünger, enthält also kein organisches Material. Daraus folgt, dass Blaukorndünger keine Grundlage für die Bildung von Humusboden ist.

Als Düngemittel liegt Blaukorn in Granulatform vor. Diese Granulatkügelchen lösen sich erst nach und nach auf und geben damit die enthaltenen Nährstoffe langsam, aber kontinuierlich an den Boden ab. Allerdings können diese nur von Pflanzen und nicht von Bodenorganismen aufgenommen werden.

Blaukorndünger für die Rasendüngung

Blaukorn ist ein geeigneter Dünger für die Düngung von Rasen und anderen chloridempfindlichen Pflanzen wie Erdbeeren. Soll Blaukorn per Kopfdüngung verabreicht werden, das heißt, in mehreren Zügen während des Wachstums der Pflanze, bietet sich Gemüse wie Gurken oder Tomaten an, die über einen kontinuierlich hohen Nährstoffbedarf verfügen.

Bei der Rasendüngung sollten Sie darauf achten, dass der Rasen während der Düngung trocken ist und erst im Anschluss ausreichend Wasser erhält.

Blaukorn ist nicht für Zimmer- und Topfpflanzen geeignet

Generell sollte Blaukorn umsichtig und sparsam eingesetzt werden. Möchten Sie Pflanzen neu setzen oder Samen neu aussäen, planen Sie bitte eine Pause zwischen Düngung und Neueinpflanzung von knapp drei Wochen ein.

Zimmer- und Topfpflanzen sollten Sie eher nicht mit Blaukorn düngen, da der Phosphat- und Nitratgehalt von Blaukorndünger hoch ist. Dies kann in Kombination mit dem geringen Wurzelraum, der der Topfpflanze zur Verfügung steht, zu einer extremen Aufnahme dieser Spurenelemente führen. Auch Ihre Tiere vertragen den Dünger nicht. Halten Sie diese also vom Düngewasser in Ihrem Heim fern oder steigen Sie bei diesen Pflanzen lieber auf organischen Dünger um.

Überdüngung mit Blaukorn schadet dem Boden

Exzessiver Gebrauch von sogenannten Kunstdüngern wie Blaukorn kann aber auch im Garten zu einer massiven Absenkung des ph-Wertes des Bodens führen. Der Boden versalzt.

Nicht alle Pflanzen sind an diese extremen Bedingungen angepasst und sterben. In überdüngten Böden dominieren Phosphor und Kalium. Mikroorganismen des Bodens fehlt totes organisches Material in immer größerer Menge. Mit ihnen verlässt auch der fruchtbare Humusboden Ihren Garten.