Bittersalz

Das Bittersalz ist auch unter Magnesiumsulfat-Heptahydrat oder Mineral Epsomit bekannt. Es handelt sich dabei um einen speziellen Dünger, der in der Landwirtschaft und im Garten als Blattdünger eingesetzt wird und wo der hauptsächliche Bestandteil Magnesium ist. Zum größten Teil wird Bittersalz synthetisch oder chemisch hergestellt und es ist ein mineralischer Feststoffdünger.

Der hauptsächliche Einsatz ist die Vorbeugung und Beseitigung von Braunfärbungen an Koniferen, Fichten und Tannen. Allerdings kommt Bittersalz auch bei den anderen Pflanzen zum Einsatz, die eine grüne Bildung der Blätter haben.

Es gibt bei dem Bittersalz auch Kombinationen mit weiteren nährstoffreichen Düngern, damit die Pflanzen mit sämtlichen wichtigen Nährstoffen ausgewogen versorgt werden. Dabei müssen Sie dann nicht auf eine Vielzahl unterschiedlicher Dünger zurückgreifen.

Das Bittersalz löst sich ohne Rückstände in Wasser auf. Es kann in Fester Form als Granulat oder als zweiprozentige Lösung um die Pflanzen verteilt werden. Die zweiprozentige Bittersalzlösung wird für eine Düngung der Blätter angerührt und dann werden die Pflanzen gegossen. Wird Trockengranulat verteilt, dann sollte beachtet werden, dass die Pflanzen im Anschluss gründlich gewässert werden. Auf die richtige Dosierung muss bei beiden Varianten geachtet werden und hier sind die Angaben des Herstellers auf den Verpackungen des Düngers zu beachten. Den Pflanzen schadet bei diesem Dünger eine Unterversorgung genauso wie eine Überversorgung.

Bevor es zu der Gabe von Bittersalz kommt, sollte eine Analyse von dem Standort durchgeführt werden. Oft kommt es auch zur Entnahme einer Bodenprobe, damit ein tatsächlicher Magnesiummangel festgestellt werden kann. Sollte ein Magnesiummangel vorliegen, dann muss dieser behoben werden. Haben Nadeln oder Blätter eine Braunfärbung, dann muss es sich nicht um einen Magnesiummangel handeln, denn auch verdichtete Böden oder zu nasse Standorte können die Ursache dafür sein.

Bei dem Bittersalz alleine handelt es sich um einen einseitigen Dünger. Die reine Gabe von Bittersalz kann mit dem Magnesium zu einer Überversorgung führen und bei Kalium kann es dadurch zu einer Unterversorgung kommen. Auch dies wird durch die Braunfärbung der Nadeln ersichtlich. Aus diesem Grund sind spezielle Koniferen- und Tannendünger ratsamer.

Der beste Zeitpunkt für das Düngen ist das Frühjahr und hier am besten im April.

Oft kann es auch erforderlich sein, dass im Sommer erneut gedüngt werden muss. Egal ob Sie Bittersalz als Granulat oder als Lösung verwenden, es darf nicht nur an dem Stamm verteilt werden, denn dort erreicht es die wichtigen Wurzeln nicht und löst sich zu langsam auf. Wird Magnesiumdünger übermäßig gegeben, dann kann dies zu einer Bodenversalzung führen.

Der Dünger ist übrigens beinahe in jedem Gartencenter zu finden.