Dünger

Gut gedüngt ist halb gewachsen… Spezialisten und Hobbygärtner können ein Lied davon singen: Ohne Zugabe von Dünger erblüht nur ein Teil der möglichen Blütenpracht und ein akuter Nährstoffmangel wird früher oder später in Form von hässlichen braunen Flecken und abgestorbenen Pflanzen sichtbar.

Angesichts der Überfülle von verschiedenen Sorten Düngemittel, kann es allerdings vorkommen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen organischem und anorganischem Dünger.

Organischer Dünger

Die Verwendung von organischen Abfallprodukten hat eine lange und bewährte Tradition in Garten- und Landwirtschaft. Schon in Zeiten der frühesten Hochkultur Europas war bekannt, dass unter die Erde gemengter Mist das Felderwachstum positiv beeinflusst.

Außer Kuhmist und Jauche werden Hornspäne, Blut-, Fisch-, Feder- oder Knochenmehl, aber auch Eierschalen und kompostierte Pflanzenreste wie Laub, Stroh, Äste oder Gemüseabfälle zum Düngen verwendet. Organische Substanzen reihen sich bei professioneller Benutzung harmonisch in den Naturkreislauf ein und wirken lang und andauernd auf das Wachstum. Sie werden dabei im Boden von Pilzen und Bakterien umgewandelt, sodass lebenswichtige Nährstoffe zusammen mit Wasser über die Wurzeln in die Pflanze gelangen können.

Anorganischer Dünger

Anorganische Düngemittel, auch unter Mineraldünger bekannt, sind Gemische, die es in Form von Granulat, Pulver oder Flüssigdünger zu kaufen gibt. Sie wirken wesentlich rascher als organischer Dünger und können bei einem bestimmten Nährstoffmangel gezielt und wirkungsvoll eingesetzt werden. Mineraldünger enthalten unter anderem Phosphor, Stickstoff, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel und Eisen.

Die Gewinnung von anorganischem Dünger erfolgt meist im Bergbau. Allerdings sind die Düngemittel, die Sie im Kaufregal finden, einer starken, energieaufwändigen chemischen Behandlung unterzogen. Dabei entsteht die Stickstoffverbindung Nitrat, die mit dem Regen ins Grundwasser gelangen kann und dessen Qualität beeinträchtigt.
Bekannte Mineraldünger sind Bittersalz, Kalkstickstoff, Patentkali und Blaukorn.

Zusammenfassend empfiehlt sich für den Garten wenn möglich die Verwendung von organischem Dünger (vielleicht vom eigenen Komposthaufen) und ein sehr gezielter, bedachter Einsatz anorganischer Düngemittel – unserer Natur zuliebe.